Planung
Hochzeitsbudget planen: was eine Hochzeit in der Schweiz kostet
Über Geld spricht man nicht gern, schon gar nicht bei der Hochzeit. Trotzdem ist das Budget der wichtigste Planungsschritt. Wer früh weiss, wie viel ausgegeben werden kann, trifft alle weiteren Entscheide entspannter.
Wie viel kostet eine Hochzeit?
Die Bandbreite ist riesig. Eine kleine Feier mit 30 Gästen im Restaurant kann einige tausend Franken kosten, ein grosses Fest mit 120 Gästen auf einem Landgut schnell 40 000 Franken und mehr. Als grobe Faustregel rechnen viele Paare in der Schweiz mit 200 bis 350 Franken pro Gast für Essen, Getränke, Location und Dekoration, ohne Kleid, Ringe und Fotografie.
Die grossen Posten
Typischerweise verteilt sich das Budget etwa so:
- Location, Essen und Getränke: 40 bis 50 Prozent
- Fotografie und Video: 8 bis 12 Prozent
- Kleid, Anzug, Styling: 8 bis 12 Prozent
- Musik und Unterhaltung: 5 bis 10 Prozent
- Ringe: 5 bis 10 Prozent
- Blumen und Dekoration: 5 bis 8 Prozent
- Papeterie, Gastgeschenke, Kleinigkeiten: 3 bis 5 Prozent
- Reserve: 5 bis 10 Prozent
Die Reserve ist kein Luxus: Fast jedes Paar hat am Schluss Ausgaben, an die es nicht gedacht hat, zum Beispiel Trinkgelder, Shuttlebusse oder die Korkgebühr.
So stellen Sie das Budget auf
- Gesamtbetrag festlegen: Ersparnisse, Beiträge der Familien und was Sie bis zur Hochzeit noch sparen können.
- Prioritäten setzen: Jede Person nennt die drei Dinge, die ihr am wichtigsten sind. Dort investieren Sie, beim Rest wird gespart.
- Tabelle führen: Für jeden Posten den geplanten Betrag, die Offerte und die tatsächlichen Kosten eintragen.
- Offerten vergleichen: Holen Sie für die grossen Posten mindestens drei Angebote ein.
- Zahlungstermine notieren: Viele Dienstleister verlangen eine Anzahlung bei der Buchung.
Sparen, ohne dass es jemand merkt
- Datum: Ein Freitag oder ein Termin im Mai oder Oktober ist oft deutlich günstiger als ein Samstag im Juni.
- Gästeliste: Jede Person weniger spart Essen, Getränke und Platz. Fragen Sie sich ehrlich, wen Sie in fünf Jahren noch sehen.
- Apéro statt Dessertbuffet: Ein grosszügiger Apéro riche ersetzt manchmal den ersten Gang.
- Saisonale Blumen aus der Region statt importierter Rosen.
- Digitale Einladungen für das Save-the-Date, Papier nur für die eigentliche Einladung.
- Ein Kleid aus zweiter Hand oder aus einer Kollektion des Vorjahres.
Wo Sie lieber nicht sparen
- Fotografie: Die Bilder bleiben, alles andere ist nach einem Tag vorbei.
- Ringe: Sie werden jeden Tag getragen, oft Jahrzehnte lang. Lesen Sie dazu unseren Beitrag Gravur im Ehering.
- Bequeme Schuhe: Ein Tag dauert lang.
Wer zahlt was?
Früher übernahmen oft die Eltern der Braut einen Grossteil der Kosten. Heute finanzieren die meisten Paare ihre Hochzeit selbst, mit Beiträgen beider Familien. Sprechen Sie das früh und offen an, und klären Sie, ob mit einem Beitrag auch Mitspracherecht verbunden ist.
Fazit
Ein realistisches Budget ist kein Spielverderber, sondern macht frei: Sie wissen, was möglich ist, und können sich an den Dingen freuen, die Ihnen wirklich wichtig sind. Mehr Planungshilfe gibt es in unserer Hochzeits-Checkliste.